Nährwerttabellen einiger Futtertiere/-mittel
Vergleich einiger Futtermittel für Emys orbicularis:
Tabelle 1: Die Daten für diese Tabelle
wurden mehrfach umgerechnet, gerundet und stammen aus unterschiedlichen
Quellen (s. engl. Linkliste, "nutrient charateristics of prey"), die
sich zum Teil widersprechen. Wie stark die Werte für Futtertiere
selbst bei gleicher Quelle varieren, kann man bei der Einzeltabelle
Fische sehen. Die Angaben sollten deshalb nur als
Größenordnung verstanden werden.
* arithmetische, gerundete Mittel aus den Werten der
untenstehenden Einzeltabellen, ergänzen sich deshalb nicht
notwendigerweise zu 100%
** Originalwerte wurden auf Trockenmassebasis
umgerechnet und gerundet.
*** Schätzung, aus entsprechenden Angaben abgeleitet
Wirbellose:
Tabelle 2: Alle Angaben stammen aus dem Nutrition Advisory Group Handbook, Fact
Sheet 003,der American Zoo and Aquarium Association
(s. englische Linkliste, nutrient characteristics of prey, Nr.3)
Die Angabe "Ca-angereichert" bezieht sich auf eine Fütterung der
Futtertiere mit Ca-reicher Diät über ca. 3-5 Tage, bevor sie
selbst verfüttert werden. Diese Nahrung besteht z.B. für
Heimchen aus Sojamehl(28,7%), Weizenmehl (27%), Calciumcarbonat
(20%),Luzernemehl (10%), Maismehl (8,3%), Sojaöl (3%),
Dicalciumphosphat (2%), Salz (0,5%), Mineralmischung (0,25%),
Vitaminmischung (0,25%). Die genaue Zusammensetzung der Vitamin- und
Mineralmischung ist dem Originaltext zu entnehmen.
Fische und Frutti di Mare:
Tabelle 3: Alle Angaben stammen aus dem Nutrition Advisory Group Handbook, Fact
Sheet 005, 1997/2002, der American Zoo and Aquarium Association
(s. englische Linkliste, nutrient characteristics of prey, Nr. 2)
Thiaminaseproblematik:
Thiaminase ist ein Enzym, das das lebensnotwendige Vitamin B1
(Thiamin) zerstört. Fehlt dieses in der Nahrung, kommt es zu
Appetitmangel,
Krämpfen, Lähmungen und sonstigen schweren
neurologischen Störungen (Sternguckerkrankheit), die zum Tode
führen können. Bekanntlich hat ein entsprechender Vitamin B1
Mangel in der Babynahrung von Humana vor kurzem zwei Babys in Israel
das Leben gekostet.
Thiaminase kommt in besonderem Maße in den Eingeweiden und
Köpfen einiger Fische und Meeresfrüchte vor und führt
bei häufiger Fütterung, z.B. von Tiefkühl-Stinten,
schnell
zu gravierenden Problemen, insbesondere bei Jungtieren. Thiaminase ist
hitzeempfindlich, wird also beim Kochen zerstört, nicht jedoch
durch Tiefkühlen. Durch lange
Lagerung wird zwar das natürliche Vitamin B1 abgebaut, aber eben
nicht die Thiaminase. Die Tiere können deshalb schlecht Vitamin B1
aufnehmen, auch nicht aus eventuellen anderen Quellen.
Thiaminasehaltige Fische, insbesondere tiefgekühlte, sollten
deshalb nicht zu oft gefüttert werden, auf keinen Fall über
die Haltbarkeitsdauer hinaus.
Thiaminasehaltige Futtertiere:
Anchovies, Goldfisch, Hering, Karpfen, Makrele, Muscheln und
Miesmuscheln,
Stint,
Wels.
Diese Liste ist natürlich nicht vollständig. Inwieweit
Guppies Thiaminase enthalten, konnte ich nicht finden. Im Zweifelsfalle
sollte man aber lieber einen relevanten Thiamninasegehalt annehmen.
Emys orbicularis werden in der Natur ohnenhin nur selten Fische zu
fressen bekommen.
Als nicht thiaminasehaltig gelten: Schellfisch, Forelle, Lachs,
Tintenfisch g
(s. englische Linkliste, nutrient characteristics of prey, Nr. 5)