Emys orbicularis
hispanica (Fritz, Keller, Budde, 1996)
Beschreibung: hellere Unterart, Schlüpflinge mit dunkler Zeichnung auf Bauchpanzer, max. 17cm SCL
Vorkommen:Donana (Spanien)
mtDNA (Haplotyp):
Terra typica:
Namensherkunft:
Originalbeschreibung:
Holotype:
"Kleine bis mittelgroße Sumpfschildkröten mit schmalem, rechteckigen Nuchale. Vorderbein meist nur mit einem gelben Streifen. Männchen kleiner als Weibchen und mit weißer oder gelblicher Irisfärbung. Schlüpflinge mit kleiner bis mäßig großer dunkler Plastralfigur." [1]
Emys orbicularis galloitalica (Fritz, 1995)
Beschreibung: Unterart mit stark unterschiedlicher Rückenpanzerfärbung, Bauchpanzer meist gelb, max. 16,5cm, meist aber unter 15cm SCL.
Vorkommen: Süd-, Westfrankreich und Italien
mtDNA (Haplotyp):
Terra typica:
Namensherkunft:
Originalbeschreibung:
Holotype:

Abb. 1, Emys orbicularis galloitalica, Jungtier
Foto: Biodiversité
Emys orbicularis
capolongoi (Fritz,1995)
Beschreibung: helle Unterart, Bauchpanzer einfarbig gelb, nur selten mit dunklen
Flecken, max. 14,5cm SCL
Vorkommen: Sardinien
mtDNA (Haplotyp):
Terra typica: Olbia, Sardinien
Namensherkunft:
Originalbeschreibung: FRITZ, U. (1995): Zool. Abh. Mus. Tierkd. Dresden 48 (13): 185-242.
Holotype: SMNS 7854 (Paratype)
Emys orbicularis ingauna (Jesu, 2004) [2]
Beschreibung: Hauptsächliches Unterscheidungsmerkmal zu E.o.galloitalica ist die einheitlich kastanienbraune Färbung von Rückenpanzer, Kopf und Vorderextremitäten, mit nur geringer Zeichnung aus dünnen schwarzen Linien oder hellen Punkten. Weibchen und viele Männchen haben eine charakteristische, gelbe Linie an den Vorderbeinen, vom Ellbogen zwischen die ersten beiden Krallen, max. 15 cm SCL
Vorkommen: überwiegend Provinz Savona, Ligurien, Italien
mtDNA (Haplotyp):
Terra typica:
Namensherkunft:
Originalbeschreibung:
Holotype:
"Sehr dunkel gefärbte, vorwiegend mittelgroße bis große Sumpfschildkröte. Plastron zumindest bei Männchen größtenteils schwarz, Nuchale grundsätzlich trapezförmig. Vorderbein meist mit nur einem schmalen gelben Streifen. Männchen mit roter Iris und kleiner als Weibchen. Plastra von Männchen gelegentlich mit charakteristischer Sprenkelung auf dunklem Grund. Schlüpflinge mit ausladender, großer dunkler Plastralfigur." [1]
Emys orbicularis orbicularis (Linnaeus, 1758 sensu lato)
Beschreibung:
U.Fritz beschreibt zwei neue Unterformen, entsprechend den Haplotypenlinien I und II, die Unterform I ist vorwiegend schwarz mit nur wenigen hellen Kehlflecken, bis max. 23 cm SCL, die Unterform II ist etwas heller mit häufig gelbem Bauchpanzer und hellerer Kehlfärbung bei Weibchen, max. 20 cm SCL.
Vorkommen: Unterform I, von Ost-Polen bis an den Aralsee, Unterform II, Mittelfrankreich, Donau-Einzugsgebiet, Nordostdeutschland, Westpolen, in den beiden letzten Habitaten möglicherweise Mischformen mit Unterform I
mtDNA (Haplotyp): Linien I und II
Terra typica: Südeuropa
Namensherkunft:
Originalbeschreibung:
Holotype:
Synonyme: Emys orbicularis luteofusca (Fritz, 1989) und Emys orbicularis colchica (Fritz, 1994 sensu lato) wurden inzwischen wieder der Nominatform zugeordnet (Fritz et al. 2009)

Emys o. orbicularis, Haplotyp II b Brandenburg, älteres Weibchen (li) und semiadultes Jungtier (re)
Emys orbicularis eiselti
(Fritz, Baran, Budak, Amthauer, 1998)
Beschreibung: nahezu einfarbig schwarz, sehr kleine Gularschilder, bis 13 cm SCL
Vorkommen: Südostanatolien
mtDNA (Haplotyp): Linie X
Terra typica:
Namensherkunft:
Originalbeschreibung:
Holotype:
Emys orbicularis
hellenica (Valenciennes in Bibron, Bory de Saint-Vincent, 1832)
Beschreibung: Tiere regional sehr unterschiedlich groß, von 10cm bis über 19cm SCL. Rückenpanzer dunkel, Bauchpanzer meist gelb, manchmal mit verwaschener dunkler Zeichnung. Männchen und Weibchen unterscheiden sich in der Färbung, bei Weibchen ist die Kehle einfarbig gelb. Männchen unregelmäßig gezeichnet.
Vorkommen: Italien, Balkan
mtDNA (Haplotyp): Linie IV
Terra typica:
Namensherkunft:
Originalbeschreibung:
Holotype:
Emys orbicularis hellenica im Habitat (i. d. Nähe von Izmir, Westtürkei), Foto M.Auer (Tiere aus Anatolien wurden inzwischen wieder der Nominatform zugeordnet (Fritz et al. 2009)
Emys orbicularis hellenica, die Färbung des Bauchpanzers fällt sehr variabel aus, Fotos M. Auer
Emys orbicularis persica
(Eichwald, 1831)
Beschreibung: "Kleine bis mittelgroße Sumpfschildkröten mit gelben
Kehlen,
Nuchale grundsätzlich trapezförmig, Männchen mit
braun/schwarz reticulierter Kopfzeichnung, Weibchen mit gelben Punkten
auf dunklem Grund. Dunkler Carapax, häufig mit ganz feinen gelben Punkten. Weibchen kleiner als Männchen, Iris von
Männchen rötlich.
Schlüpflinge mit ausladender großer dunkler
Plastralfigur" , max. 18cm
SCL, meist kleiner [1]
Vorkommen: Iran, Turkmenien, Südrussland
mtDNA (Haplotyp): Linie VII
Terra typica:
Namensherkunft:
Originalbeschreibung:
Holotype:
Synonyme: Emys orbicularis iberica (Eichwald, 1831) wurde inzwischen der Unterart "persica" zugeordnet (Fritz et al. 2009)
Emys o. persica im Habitat (Asserbaidschan, i. d. Nähe von Astara, Iran), Fotos: M. Auer
2005 wurde eine zweite europäische Emys-Art beschrieben Emys trinacris, die aber hier als andere Spezies nicht weiter behandelt wird.
[1] Angaben und Zitate aus: U.Fritz (2003), Die Europäische
Sumpfschildkröte, Laurenti Verlag,
Bielefeld
[2] Jesu R., Piombo R., Salvidio S., Lamagn l., Ortale S. & Genta p.(2004): Un nuovo taxon di testuggine palustre endemico della liguria occidentale: Emys orbicularis ingauna n. ssp., Ann. Mus. Civ. Stor.
natur. “G. Doria”, 96: 113;
